Gleichberechtigung längst nicht erreicht

Anlässlich des internationalen Weltfrauentages luden die Stellvertreterinnen im SPD- Kreisverband, Stadträtin von Bogen Claudia Ebner und Kreisrätin Rosi Deser am vergangenen Samstag zu einem Frauenfrühstück ins Hotel am Platzl nach Bogen ein. In ihren Vorträgen verglichen die Rednerinnen die Historie mit der Lebenslage der Frauen von heute. Die anschließende rege Diskussion machte deutlich, dass dieser Aktionstag auch in der Gegenwart noch notwendig sei.

SPD- Kreisvorsitzender Daniel Süß ging in seinem Grußwort auf den aktuellen bayerischen Sozialbericht ein. Dieser offenbare, dass nach wie vor eine große Schere zwischen Wunsch und Wirklichkeit bestehe. Der Landkreis Straubing- Bogen liege bei der Betreuung von unter Dreijährigen weit zurück und jede vierte alleinerziehende Frau in Bayern sei von Armut betroffen. Seit der Einführung des Weltfrauentages sei zwar viel erreicht, dennoch sei das Ziel der Gleichberechtigung von Mann und Frau längst nicht verwirklicht.

Claudia Ebner informierte die Anwesenden über den Ursprung des Frauentages. Hinter diesem Tag stand der Wunsch, in einer Gesellschaft zu leben, die frei ist von Ausbeutung, Bedrohung und Kriegen, sowie von sexuellem Mißbrauch und Unterdrückung. Eine Welt, in der Männer und Frauen selbstbestimmt leben und die gemeinsamen gesellschaftlichen Angelegenheit mitbestimmen und mitentscheiden können, sei auch heute noch eine zentrale Forderung, so Ebner. Die Anzahl der Teilnehmerinnen an diesem Aktionstag seien seit 1911 stetig gestiegen und viele der heutigen Rechten seien diesen mutigen Frauen zu verdanken. Dass der 8. März bis heute weltweit mit verschiedensten Veranstaltungen und Diskussionen begangen werde, mache deutlich, dass die Gleichberechtigung nicht erreicht sei.

Sicher, so Rosi Deser, würden die Frauen heute nicht mehr auf den Straßen demonstrieren, um ihre Interessen einzufordern. Dennoch müßten sich Frauen organisieren und politisch engagieren. Wie sollten Interessen durchgesetzt, ja überhaupt erkannt werden, wenn in den politischen Gremien überwiegend Männer sitzen. Als eines ihrer Ziele nannte sie, gemeinsam mit Claudia Ebner in ihren Funktionen Frauen für die Politik zu interessieren und zu motovieren. Sie wolle aber auch deutlich, so Deser, dass die Interessen der Frauen bei der SPD am Besten vertreten seien. Dieses lasse sich auch anhand der Historie belegen, so war 1891 die SPD die erste deutsche Partei, die die Forderung nach dem aktiven und passiven Wahlrecht als erste Partei in ihr Programm aufnahm. 1988 führte sie die Quote ein, um mehr Frauen die Teilhabe an der Politik zu ermöglichen. Und auch heute sei für die SPD die Gleichstellung nicht nur ein Gesetz sondern vertrete ein offenes Weltbild.

 

Interessierte Zuhörerinnen.......und zwei engagierte Referentinnen (SPD-Ortsvorsitzende Claudie Ebner, links, und Kreisrätin Rosi Deser)