Infoveranstaltung der Montessori Schulen

Pfelling. (ce) Als Ersatzveranstaltung für den ausgefallenen politischen Aschermittwoch fand vor kurzem beim SPD-Ortsverein Bogen eine Infoveranstaltung zur geplanten Errichtung einer Montessori-Schule im Stadtbereich Bogen im Gasthaus Pletl in Pfelling statt. OV-Vorsitzende Claudia Ebner eröffnete die Veranstaltung mit einer Schweigeminute für die Opfer des tragischen Zug-Unglücks in Bad Aibling, bevor sie das Wort an die Verantwortlichen der Initiatoren der Montessori-Schule übergab.
Stefan Buckley, der Schriftführer des Vereins Montessori Straubing-Bogen e. V. dankte der Vorsitzenden für die Gelegenheit der Vorstellung ihres Vorhabens. Er erläuterte weiter, dass der Name der Schule auf Maria Montessori zurückginge, eine Italienerin, die 1902 in Rom geboren worden sei. Maria Montessori hätte mit ihrem Erziehungskonzept „Lehre mich, es selbst zu tun“, versucht auf die Kinder individuell einzugehen und ihnen mit spielerischen Methoden Lerninhalte zu vermitteln. Die Schule sei eine genehmigte Ersatzschule, der amtliche Lehrplan der bayerischen Staatsregierung werde übernommen, so Buckley weiter. Die Jahrgänge 1 – 4 würden gemischt unterrichtet. Dies führe zu einer idealen Ergänzung der Kinder untereinander. Die Klassenstärke liege bei ca. 25 Kindern. Zunächst werde man mit einer Klasse mit 14 Kindern beginnen. Im Vollbetrieb plane man 4 Klassen mit 100 Kindern. Frau Stefanie Liehr (1. Vorstand des Monstessori Schulen Vereins) ging näher auf die Methodik des Unterrichtens ein. Es gäbe keinen Frontalunterricht, die Kinder dürften sich im Raum frei bewegen. Auch die klassischen Hausaufgaben gäbe es nicht. Die Schüler würden individuell an Projekten arbeiten, die sie auch nachhause mitnehmen und dort weiter entwickeln dürften. Göran Franke, der 3. Vorstand berichtete über seine positiven Erfahrungen mit dieser Schulart, da bereits 2 seiner Kinder eine Montessori- Schule besucht haben. Renate Maurer, Lehrerin mit Montessori-Diplom stellte die Unterschiede zwischen Montessori und konventioneller Schule heraus. Die kleinere Klassenstärke mit jeweils 2 Lehrern ermögliche eine bessere Förderung. Es gäbe keine Zensuren, jedoch müssten die Lehrer einen detaillierten Bewertungsbogen pro Kind ausfüllen. Stefan Buckley ging dann auf die Fragen aus dem Zuhörerkreis ein. Jede private Schule benötige ein Alleinstellungsmerkmal. Hier werde in Bogen der Schwerpunkt neben der Heimat, vor allem auf der Musik liegen. Die Schule habe zwei Jahre Bewährungszeit, dann erhalte sie von der Regierung die vollen Lehrergehälter und Lehr- und Lernmittelzuschüsse. (Während der Bewährungszeit nur ca. 2/3 der Aufwendungen). Das Schulgeld betrage 150.- Euro pro Kind. Von der Stadt Bogen würde jetzt dringend ein mietbarer Raum für 2 Klassenzimmer benötigt. Man müsse den Antrag bis Ende März bei der Regierung einreichen, um im September starten zu können.
Die OV-Vorsitzende bedankte sich für die ausführlichen Informationen. Ein Mittelzentrum, wie Bogen müsse sich auch neuen Schulformen gegenüber öffnen. Die Chance auf dieses Alleinstellungsmerkmal, der einzige Standort einer Montessori-Schule im Landkreis Straubing-Bogen zu sein, dürfe man sich nicht entgehen lassen.