Traditionelles Aschermittwochfischessen 2014

Pfelling.(ce). Im voll besetzten Nebenzimmer des Gasthauses Pletl konnte die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Claudia Ebner neben den Kreisräten Manfred Meindl, Fritz Fuchs und Rosi Deser auch 4 Stadträte und die Landratskandidatin Karin Peintinger begrüßen. 
Vor allem aber den Bundestagsabgeordneten Christian Flisek. Dieser ging in seinem Grußwort auf verschiedene bundes- und landespolitische Belange ein und streifte auch die Europapolitik im Hinblick auf die anstehenden Wahlen im Mai. Zu Beginn mahnte er an, dass bei allem Augenmerk auf die kommunalen Interessen die Krisenherde in der Ukraine und in Syrien nicht übersehen werden dürften. 
Ein ernstes Thema sei für den aus Passau stammenden Flisek der Hochwasserschutz. Er wisse aus eigener Erfahrung, wie sich das Hochwasser des vergangenen Jahres auf die Betroffenen ausgewirkt habe. Man dürfe im Oberlauf der Donau nicht noch höhere Hochwasserdämme und Mauern bauen, da sich sonst die Fließgeschwindigkeit erhöhe und die Gebiete weiter donauabwärts immer größere Probleme bekämen. Die Donau brauche Raum, um sich im Hochwasserfalle ausdehnen zu können. Er hob hervor, dass die Spenden- und Hilfsbereitschaft gigantisch gewesen seien und die Solidarität der Bevölkerung enorm gewesen sei. Weiter nahm er in seiner Rede Stellung zum Breitbandausbau im ländlichen Raum. Es könne nicht angehen, wie die Unionsparteien das regelten, indem sie dem freien Markt den Ausbau überlassen wollen. Hierbei würden eindeutig ländliche Gebiete mit geringer Infrastruktur benachteiligt. Breitbandausbau sei staatliche Pflicht wie Wasser- und Stromversorgung. Es sei der Schlüssel für die Ansiedelung mittelständischer Betriebe und somit der Schaffung heimatnaher Ausbildungs- und Arbeitsplätze. 

Zu der anstehenden Kommunalwahl sagte er, dass dies eine der wichtigsten Wahlen sei, denn hier werde über die Situation in der Heimat und die Verbundenheit mit einem Ort entschieden. Hier gehe es letztendlich um die Betreuungseinrichtungen von Kindern und älteren Menschen, um Büchereien und Freibad, etc. 

Auch die Europawahl sei eine wichtige Wahl. Priorität habe das Aufstellen eines neuen Plans für Europa. Flisek nannte beispielhaft zwei Punkte aus dem Wahlprogramm der SPD: Banken, die sich verspekulieren, müssen selber dafür haften und können nicht den Steuerzahler mit ihren Schulden belasten. Und im Hinblick auf internationale Großkonzerne, die im Inland große Umsätze erzielten. Was in Deutschland verdient wird, muss auch in Deutschland versteuert werden.

Die Landratskandidatin Karin Peintinger stellte in ihrem Grußwort ihre Schwerpunkte unter dem Motto „Mut zu Veränderungen vor“. Für Sie sei es unumgänglich Wohnraum für sozial Benachteiligte zu schaffen. Es gäbe zwar Wohnungen im Kreiswohnungsbau. Diese reichten aber bei weitem nicht aus. Weitere Themen seien der Ausbau der B 20 und die Verbesserung des ÖPNV. Hier müsse die Anbindung zu Straubings Busnetz verbessert werden und über den Einsatz von Bürgerbussen nachgedacht werden.

Claudia Ebner stellte das Wahlprogramm der SPD Bogen vor. Sie ging vor allem auf die hohe Verschuldung der Stadt ein. Dies könne nicht weiter zugelassen werden. Man habe zwar im Moment durch die niedrigen Zinsen günstige Darlehen bekommen. Doch könne man sich nicht auf die gute Wirtschaftslage verlassen. Eine derartige Verschuldung könne zu massiven Gebührenerhöhungen für die Bürger der Stadt führen.
Sehr verwundert zeigte sie sich darüber, dass die FDP in ihrem Wahlprogramm ebenfalls die hohe Verschuldung anprangere. Die Mandatsträger der FDP haben in den vergangenen Jahren dem Haushalt immer vorbehaltlos zugestimmt. Deshalb sei dieser Sinneswandel zumindest erstaunlich. Die SPD und die BI habe wegen der hohen Verschuldung und der Prestigeobjekte dem Haushalt nicht zustimmen können, was auch auf der homepage der SPD-Bogen nachzulesen sei. Leider sei die Abstimmung über den diesjährigen Haushalt erst nach der Wahl.
Auch hob sie nochmals die dringend notwendige Sanierung der Grundschule Bogen hervor. Dies dürfe nicht noch weiter hinausgeschoben werden. Man habe sich seitens des Ortsvereines ein Bild vom Zustand der Schule machen wollen, dies sei aber mit der Begründung der nahen Kommunalwahl abgelehnt worden. Am nächsten Mittwoch sei nun eine Bauauschuß-Sitzung anberaumt, bei der die Grundschule besichtigt werde. Diese Besichtigung sei im öffentlichen Teil. 
Eine Schimmelbildung sei bei Augenscheinnahme eines Gutachters nicht feststellbar gewesen. Tiefer gehende Untersuchungen seien jedoch nicht durchgeführt worden. Bisher nicht bestätigte Aussagen gäbe es jedoch zur Beseitigung schimmelbefallener Möbel in den Kellerräumen, sowie Bekämpfung von Schimmelbefall mittels Schimmelsprays an den Wänden.

Stefan Amann, der ortsansässige Kandidat der SPD, nahm Stellung zu den Pfellinger Belangen. Man wolle sich um den Lückenschluss im Hochwasserschutz kümmern, für eine vernünftige Anbindung für den Radweg zwischen Niederwinkling und Bogen sorgen, sowie die bestehende Rad- Fußgängerunterführung sanieren und neu verlegen. Auch die Parkplätze am Feuerwehrhaus sollen neu gestaltet werden. 

Abschließend bedankte sich Bürgermeisterkandidatin Claudia Ebner bei allen anwesenden Kandidaten und Gästen und appellierte an alle, am 16.03. ihr Wahlrecht wahrzunehmen.