"Wollen Alternativen bieten"

Politischer Frühschoppen der SPD Bogen


Bogen-Waltersdorf. "Vieles kann in Bogen besser gemacht werden", so das Fazit des Politischen Frühschoppens des SPD-Ortsvereins Bogen im Gasthaus Primbs in Waltersdorf am Sonntag. Ein Mehr an Lebensqualität sei wünschenswert. Demokratie lebe vom Wechsel, die Stadt brauche eine politische Alternative, diese biete der SPD-Ortsverein mit der Bürgermeisterkandidatin Claudia Ebner, so die einhellige Meinung der Gästeund Kandidaten.

Zentraler Punkt sei die längst überfällige Sanierung der Grundschule Bogen, betonte Stadtrat Manfred Meindl. Die Berufsschule in Bogen zu erhalten und zu sichern, forderte Listenbewerber Stefan Klein. Die Öffnungszeiten der Kindergärten sollten an die Bedürfnisse berufstätiger Frauen angepasst werden, mahnte eine Besucherin. Dies sei "eine Chefsache", derer sie sich gerne bei einem Wahlsieg annehmen wolle, versprach Ebner. Kandidatin Blanka Ehlers warb dabei für eine bessere Inklusion von Kindern mit Behinderung; generell brauche es in der Stadt mehr Engagement im Bereich Barrierefreiheit und behindertengerechte Gestaltung. Dies schließe auch die Spielstätten und den Stadtplatz mit ein.

Stadträtin Brigitta Bunge verlangte ein Konzept für "mehr Leben am Stadtplatz" in Bogen. Leerstände müssten reduziert werden, der Stadtplatz gästefreundlicher werden; selbst Sitzbänke fehlten. Zudem sollte die Stadt mehr für die Förderung des Tourismus tun. Es sei unverständlich, dass die Stadt kaum damit werbe, "Heimat des Rautenwappens" zu sein.

Mehr müsse auch im Bereich der beruflichen Ausbildung getan werden. Stadtverwaltung und städtische Betriebe sollten verstärkt Ausbildungsplätze anbieten, statt sinnlose "Wirtschaftsförderung" zu betreiben, appellierte Stefan Rückert.

Im Ortsteil Furth sei eine Fußgänger-Ampel im Bereich der Supermärkte dringend notwendig, betonte Anliegerin Renate Rückert. Auch sollte stärker gegen die Raserei am Further Berg vorgegangen werden; die dortige 30er-Zone werde regelmäßig missachtet.

Für den Ortsteil Pfelling warb Stefan Amann für die Sanierung der dortigen Rad- und Fußgängerunterführung; auch der Vorplatz beim Feuerwehrhaus müsse neu gestaltet werden. Eine Sanierung der Grundschule in Bogen dürfe keinesfalls zur Schließung der Grundschule Degernbach führen, mahnte er.

Dem schloss sich auch Michaela Höpfl an, "Schule vor Ort muss erhalten bleiben", so ihre Forderung. Wünschenswert sei zudem eine bessere Anbindung der Außenbereiche ans Schulbusnetz; Schulbushaltestellen an viel befahrenen Hauptstraßen stellten ein Risiko für die Kinder dar.

Kritisch ins Gericht gingen die Anwesenden mit den Stadtfinanzen. Die zahlreichen Prestigeprojekte der Vergangenheit hätten die Verschuldung der Kommune in die Höhe getrieben, beklagten Rudi Mühlbauer und Markus Kiefl. Dass der Bürgermeister auf Zuschüsse verweise, sei kein Trost. Solche Zuschüsse bezahle der Bürger über seine Steuern selbst. Als Konsequenz drohten nun Gebühren- und Abgabenerhöhungen; viele notwendige Baumaßnahmen und Investitionen müssten nun "gestreckt und geschoben" werden, bemängelte Ebner. Auch aus diesem Grund sei ein Amtswechsel wünschenswert.